2. Das Rätsel der vorehelichen
Promiskuität* ohne Empfängnis
*Promiskuität ist der Stand ohne feste
Liebes-/Sexualbeziehung, im Unterschied zur monogamen Beziehung.
Die Mehrzahl dieser Kulturen wandte keinen Coitus interruptus
oder andere mechanische empfängnisverhütende Praktiken an.
Wir wollen uns kurz einige der originalen ethnographischen Berichte
ansehen:
Über die Bewohner der Trobriand-Inseln in Ozeanien
(1929):
Sollte es nicht eine große Zahl unehelich geborener Kinder geben,
wo soviel sexuelle Freiheit herrscht? Falls dies nicht so ist, welche
empfängnisverhütenden Mittel wenden die Einheimischen an? [...]
Es ist äußerst bemerkenswert, dass uneheliche Kinder selten sind.
Die Mädchen scheinen während der Zeit ihrer Freiheit, die beginnt,
wenn sie noch kleine Kinder sind und die bis zu ihrer Heirat andauert,
steril zu bleiben; wenn sie verheiratet sind, empfangen und gebären
sie und sind oftmals sehr fruchtbar [...]
Es war mir möglich, bei den Trobriandern ein Dutzend oder ca. 1%
unehelicher Kinder stammesgeschichtlich überliefert festzustellen. Das
konfrontiert uns mit der Frage: warum gibt es dort so wenig uneheliche
Kinder? [...] Sie praktizieren niemals den Coitus interruptus.
(73:166–167)
Über die Muria in Indien (1947):
...hier verkehren Jungen und Mädchen – trotz
verschiedener Tadel und Strafen – von der Zeit ihrer ersten
Annäherungsversuche durch die gesamte sexuelle Reifezeit hindurch über
5 bis 8 Jahre, bis ihre Freiheit durch Heirat beendet wird. Dennoch
sind auch hier Schwangerschaften vergleichsweise selten [...]
(112:461)
Die Gefühle der Muria über den Coitus interruptus sind in folgender
Aussage eines Einheimischen zusammen gefasst: „Das Aussäen der Saat
ist der glücklichste Moment des Lebens – wie sollte man ihm
widerstehen?“ (112:464). (Siehe auch
Das Leben im Ghotul bei den Muria in Indien)
Über die Einheimischen des Massim Gebietes von
Britisch Neu Guinea (1910):
Wenn immer man das Vertrauen der Einheimischen gewinnen konnte, so
wurde zugegeben, dass Abtreibung durchgeführt wurde, aber auch die
vorsichtigsten Nachfragen ergaben keinen Anhaltspunkt für die
Häufigkeit dieser Praxis, die man aufgrund der herrschenden Freiheit
hätte erwarten können.
Tatsächlich kam ich trotz hervorstechender Gründe, die regelmäßige
Abtreibungen erwarten ließen, zu der Überzeugung, dass es in
Wirklichkeit ein ziemlich seltenes Ereignis war. (107:500)
Über die Bewohner der Eddystone Inseln von Ozeanien
(1926):
Aufgrund der sehr freien Beziehungen vor der Ehe mag man eine hohe
Geburtenrate und das Vorhandensein deutlicher Regeln für den richtigen
Platz dieser Kinder in der Gesellschaft angenommen haben. Solche
Geburten scheinen jedoch sehr selten gewesen zu sein, und in allen von
uns gesammelten Stammbäumen wurde nur ein Fall erwähnt, und der lag
viele Generationen zurück. (100:76)
Über die Wogeo nahe Neu Guinea (1935):
Alleinstehende Mädchen haben manchmal Kinder, aber uneheliche
Schwangerschaft ist lange nicht so verbreitet, wie man erwartet hätte.
Warum das nun so ist, kann man nicht sagen.
Ich beobachtete eine Tatsache, die in direkter Beziehung zu diesem
Problem steht, dass es nämlich bei Mädchen sehr selten ist, dass sie
Kinder haben, ehe sie – ich nehme an – älter als 21 Jahre sind. Zu
dieser Zeit sind die meisten von ihnen sicher verheiratet.
Ich habe beobachtet, dass, selbst wenn ein Mädchen direkt nach
Eintritt der ersten Menstruation verheiratet wird, und das ist
normalerweise nicht vor Vollendung des 17. Lebensjahres der Fall, es
höchst unüblich ist, dass sie während der nächsten Jahre ein Kind
gebiert. (56:320f)
Über die Ifuago von Ozeanien (1938):
Empfängnis erfolgt wesentlich seltener, als man erwarten würde. Die
überraschende Intensität des sexuellen Lebens während der
Agamang-Periode scheint für die Empfängnis ungünstige physiologische
Bedingungen zu schaffen. Möglicherweise hält der exzessive Verkehr die
weiblichen Organe in einem Zustand der Blutüberfüllung. (14:11).
Und so weiter. Diese Frage, wie es möglich ist, dass heranwachsende
Mädchen derart regelmäßig mit Jungen zusammen sein können, ohne
schwanger zu werden, wurde von dem medizinischen Historiker Himes
(55:29) das "Rätsel der unfruchtbaren vorehelichen Promiskuität"
genannt.
Angenommen, fruchtbare heranwachsende Mädchen schlafen regelmäßig
mit ihren Liebhabern oder mit verschiedenen Liebhabern, so sollten die
Schwangerschaftsraten höher sein als die von den Ethnographen
festgehaltenen:
<1% auf den Eddystone Inseln, nach Rivers (199)
1% auf den Trobriand Inseln, nach Malinowski (73)
4% bei den Muria in Indien, nach Verrier (112)
Eine Anzahl interessanter Hypothesen sind von westlichen Ärzten und
Wissenschaftlern aufgestellt worden, um dies Rätsel zu lösen.
Kindermord und Abtreibung gegen Ende der
Teenager-Zeit scheinen als Lösung, folgt man den Berichten, nicht
geeignet.
Selbst wenn diese Praktiken existierten, so weist die Tatsache,
dass so wenige der heranwachsenden Mädchen nicht einmal schwanger zu
sein schienen, auf den Gebrauch von schwangerschaftsverhütenden, das
Eintreten der Regel fördernden Mittel hin, oder auf den Gebrauch
abtreibender Substanzen während der ersten zwei oder drei Monate der
Schwangerschaft.
Rentoul (99) griff Malinowskis Versicherungen, dass die Trobriander
keine Verhütungsmethode kannten, an, indem er anführte, dass die
einheimischen Mädchen eine Muskelkontrolltechnik kannten, um nach dem
Geschlechtsverkehr "den männlichen Samen auszustoßen".
Malinowski jedoch lehnte dies Argument als ab "eine der typischen
Mythen, die unter den halbgebildeten weißen Anwohnern kursieren".
Hartmann (52) nahm eine unfruchtbare Periode von 3 bis 4 Jahren nach
Einsetzen der ersten Menstruation an. Dies jedoch ist für keine
menschliche Bevölkerungsgruppe nachgewiesen, obwohl unregelmäßiger
Eisprung für Mädchen charakteristisch zu sein scheint.
Andere wiederum haben angenommen, dass der Kontakt mit dem Sperma
einer Vielzahl von Männern oder Jungen einen immunisierenden Effekt
hätte. So etwas ist jedoch meines Wissens nie wissenschaftlich
bestätigt worden.
Was haben die Einheimischen denn selbst über ihre
eigene Fruchtbarkeit und Verhütung zu sagen?
Himes hat in seiner Medizinischen Geschichte der Verhütung zwei
wichtige Tatsachen angeführt (55):
1. Der Wunsch, Empfängnis zu kontrollieren, ist ein allgemeines
Phänomen in allen sozialen Gruppen.
2. Nahezu jede Gesellschaft besitzt Kenntnis einer Kontrolle, die
auch angewandt wird, auch wenn die Methoden nicht immer wirksam
sind.
Zu den verschiedenen Methoden der Verhütung, die von den am
Existenzminimum lebenden Natur-Völkern erwähnt werden, gehört der
Gebrauch von oral eingenommenen pflanzlichen Substanzen wie Kräuter,
Wurzeln und Rinden.
Diese stammen von bestimmten Pflanzen und werden oftmals mit
strenger Verschwiegenheit, großer Magie und großen Tabus umgeben.
Die Ethnologen der Zeit von 1900 bis 1940 waren nicht nur ziemlich
erstaunt über das unbeschnittene sexuelle Leben der Jugend dieser
Gesellschaften, sondern oftmals auch überkritisch in ihrer
Einschätzung der einheimischen Medizin.
Himes lehnte die Möglichkeit effektiver verhütender
Pflanzen schlichtweg ab (55). Er lehnte die Hypothese der Verhütung
durch pflanzliche Stoffe ab, weil die medizinische Wissenschaft
seinerzeit, in den 30er Jahren, noch kein orales Verhütungsmittel
hervor gebracht hatte. Wie konnten also "unzivilisierte" Völker über
so etwas verfügen?
Malinowski wies die Hypothese pflanzlicher Verhütungsmittel
ebenfalls von sich. Er stellte fest:
"Einige der Kräuter, die bei dieser [abtreibenden] Magie angewandt
werden, wurden mir gegenüber erwähnt: Ich bin jedoch sicher, dass
keine davon irgendwelche physiologischen Eigenschaften besitzt [...]
Genauso unkorrekt und phantastisch ist der Glaube an mysteriöse
Verhütungsmittel" (73:167–168).
Malinowskis Ablehnung scheint auf keiner empirischen Überprüfung
dieser einheimischen medizinischen Pflanzen zu beruhen, dennoch räumte
er die Möglichkeit ein, dass er "irgendeine wichtige ethnologische
Tatsache übersehen" habe, und er hatte das Gefühl, "dass meine
Informationen vielleicht nicht ganz so erschöpfend sind, wie sie es
hätten sein können, wenn ich dieser Frage mehr Aufmerksamkeit
geschenkt hätte".
Malinowski war sehr stark an der Psychologie der Trobriander
interessiert, die Freuds Theorie des universellen Ödipus-Komplexes
und der Verborgenheit kindlicher Sexualität eindeutig widerlegten.
Sein Interesse, das Geheimnis der unfruchtbaren Periode im
sexuellen Leben der Trobriander zu durchdringen, war nicht groß genug,
oder aber die Trobriander waren ihm gegenüber nicht offen genug.
Seine Werke lassen vermuten, dass Malinowski sich vielleicht zu
sehr auf männliche Auskünfte gestützt hat. Als Mann würde es
verständlicherweise für ihn schwierig gewesen sein, in die Welt der
weiblichen Rituale und der Medizin der Trobriander einzudringen.
Die Frauen der Trobriander hatten unter sich Hebammen, die auch
verschiedene einheimische Medikamente für Schwangerschaft, Geburt und
Abtreibung benutzten; männliche Schamanen der Trobriander arbeiteten
öffentlich, aber Hebammen ("Hexen", wie Malinowski sie nannte) mussten
heimlich arbeiten (73:3, 39).
Außerdem gibt er zu, wenn auch spöttisch, dass weiße Bewohner von Ost
Neu-Guinea an die Verhütungsmittel und abtreibenden Kräuter der
Trobriander glaubten (73:168–169, 74).
Doch halten wir uns mit einer Beurteilung der Sache zunächst noch
zurück, und lassen Sie uns ein paar ausgewählte Ethnographien
betrachten.
Hortense Powdermaker, eine Studentin Malinowskis, machte folgende
Beobachtungen bei den Völkern von Neu Irland, ganz nah bei den Inseln
der Trobriander:
...sie [die Eingeborenen von Lesu] denken, dass sie eine Methode
der Geburtenkontrolle haben. Es gibt bestimmte Blätter, von denen man
glaubt, dass sie die Macht haben, eine Frau steril zu machen, anderen
schreibt man einen abtreibenden Wert zu.
Um unfruchtbar zu werden oder um abzutreiben, werden mehrere
Blätter zusammengenommen. Die Blätter werden gekaut, der Saft wird
geschluckt, das Mark wird ausgespuckt. Einheimische schwören auf die
Wirksamkeit dieser Blätter [...]
Die Frauen sind sich der Kraft dieser abtreibenden Blätter ganz
sicher, und so weit ich weiß, wird kein physisches
Abtreibungsverfahren angewandt. Das Wissen um diese sterilisierenden
und abtreibenden Blätter wird von denjenigen, die darum wissen,
fanatisch gehütet. (92:242–243)
Anmerkung H. Vonier: Ein Grund, warum das Wissen um
Schwangerschaft, Geburt und Abtreibung bei Stammesgesellschaften
verheimlicht wurde und wird, waren früher die Druck ausübenden
Missionare und Kolonialherren. Später mussten sich diese Ethnien
gegenüber reisenden Händlern und dann Touristen schützen, die den
patriarchalen abwertenden Umgang mit aller Art von Sexualität gewöhnt
waren, und lüsterne oder verächtliche Bemerkungen über etwas machten,
was diesen Kulturen heilig war. Malika Grasshoff berichtet
diesbezüglich über die Kabylen Nordafrikas, die zum Selbstschutz den
falschen Annahmen Fremder begeistert zustimmen und die Vermutungen und
Interpretationen von Ethnologen und anderen Forschern phantasievoll
ausschmücken, allerdings nicht mit der Wahrheit. So mancher
Wissenschaftler publiziert dadurch Ammenmärchen "aus erster Hand".
In ähnlichem Zusammenhang berichtete vor kurzem die Anthropologin
Nicole Maxwell über ihre Arbeit im peruanischen Dschungel, wo sie die
Seuene Witotos, Jivaros, Shipibos, Conibos, Campa und Yagua Stämme
besuchte. Sie führt aus:
Primitive Völker geben ihr überliefertes medizinisches Wissen im
allgemeinen einem Fremden gegenüber nur widerstrebend preis, aber mit
Vorsicht und angemessener Geduld ist es gewöhnlich möglich, ein Gefühl
von Freundschaft und Vertrauen zu schaffen.
Wenn dies geschehen ist, können sie gemeinhin dazu gebracht werden,
zusammenzukommen und den Gebrauch vieler Pflanzen, von denen sie
abhängig sind, zu erklären. [...]
Bei Pflanzen, die sie als Verhütungsmittel benutzen, ist dies
allerdings unter keinen Umständen möglich. Nicht alle Stämme scheinen
diese Pflanzen zu kennen, aber diejenigen, die sie kennen, sind in
dieser Hinsicht sehr empfindlich.
Tatsächlich sind alle Pflanzen oder pflanzlichen Teile, von denen
sie annehmen, dass sie lebensspendend oder -verhütend sind, mit einem
mächtigen Tabu umgeben, das ihre Preisgabe an Außenstehende
verhindert.
Dies gilt nicht nur für die Pflanzen, die sie zur Verhütung
benutzen, sondern auch für die, die die Fruchtbarkeit der Frauen
steigern, die Geburt erleichtern oder ein Abtreibung hervorrufen. Wenn
nicht ein Gefühl der Vertrautheit, ja der Identifikation geschaffen
werden kann, hüten alle Stämme, die ich kennen gelernt habe, solche
Geheimnisse eifersüchtig.
Jedweder voreilige Angriff auf das Geheimnis, wie vorsichtig auch
immer, kann jede Kommunikation zu einem abrupten, plötzlichen Ende
bringen. (77:2–3)
Indem sie sich langsam und freundlich näherte und viel Zeit mit
Freundinnen in einheimischen Dörfern verbrachte, gelang es Maxwell,
Proben verhütender Pflanzen von den meisten der oben erwähnten Stämme
zu sammeln.
Die Verhütungspflanzen waren alle gleich, ein Schilfgras,
Piripiri genannt. Dies wurde in kleinen heimlichen Gärten von den
Frauen selbst angebaut, die es ausnahmslos von ihren eigenen Müttern,
weiblichen Verwandten oder Freundinnen erhielten.
Aus den Blättern wird ein Tee gemacht und bei der ersten Menses der
Mädchen getrunken; eine Dosis dieses Tees soll sechs oder sieben Jahre
lang verhütend wirken. Zur Empfängnisverhütung bei ihren jungen,
sexuell aktiven Töchtern sagen die einheimischen Frauen: "Wenn die
Wirkung aufhört, sollte das Mädchen reif genug für die Mutterschaft
sein." (77, 78)
Nachfolgend einige weitere Berichte über pflanzliche
Verhütungsmittel:
Über Einwohner des S.W. Pazifik (1910):
Eine große Anzahl [...] der Frauen hat keine Kinder [...] Es ist
sehr auffallend, dass die Einheimischen – meines Wissens – all dieser
pazifischen Inseln versichern, dass sich durch die Verabreichung des
Aufgusses einer bestimmten Pflanze eine Abtreibung herbeiführen lässt.
In den mir bekannten Fällen weisen sie alle auf die gleiche Pflanze
hin, eine hochkletternde Schlingpflanze, die an nahezu jeder sandigen
Bucht des Pazifik wächst [...] Die gleiche Pflanze wird auch in Fällen
von ausgebliebener Menstruation angewandt... (24)
Über die Einheimischen der Torres Straights (1908)
Alte Frauen können den jungen Frauen junge Blätter des Agerarger
geben, eines großen Baumes, dessen Frucht ungenießbar ist, des Sohe,
eines großen Baumes mit genießbaren Früchten, oder der Bok,
einer großen Staude.
Die jungen Blätter dieser Bäume werden gut gekaut, und der Saft
wird geschluckt, bis sie meinen, dass ihre Körper völlig mit dem Saft
gesättigt sind. Dieser Vorgang benötigt einige Zeit, aber wenn ihr
System völlig durchdrungen ist, wird angenommen, dass sie gegen
Fruchtbarkeit gewappnet sind und unbegrenzt mit Männern gehen können.
Sowohl Männer als auch Frauen glauben an die Wirksamkeit dieser
Blätter... (50:107).
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich gleich lautende Berichte
über pflanzliche Verhütungsmittel mit lang anhaltender Wirksamkeit in
Ethnographien der Pazifikinseln, Australiens, Nordafrikas und Nord-
und Südamerikas auffinden konnte.
In einigen Fällen wurden die Verhütungsmittel geheimnisvoll
gehütet, meistens jedoch nicht.
Der Hauptgrund, dass Verhütungsmittel nicht untersucht wurden, war
oft die ungläubige Haltung der Anthropologen.
Zum Beispiel:
Über Stämme in Nordamerika (1891):
Wir finden bei den Indianern die gleichen Kunstgriffe und Vergehen
im Umgang mit Verhütungsmitteln und Schwangerschaft, wie sie überall
üblich sind. Es ist auch nicht anzunehmen, dass ihre Vorstellungen
dieser Dinge der Zivilisation entliehen sind. Überall, auf allen
Stufen der Gesellschaft, scheint einer gewissen Anzahl von Frauen der
Wunsch innezuwohnen, die Sorgen und Verantwortung einer Mutterschaft
zu vermeiden. Bei den Quapaws endet die Gebärzeit zwischen 35 und 40.
Gelegentlich benutzen sie Verhütungsmittel [...]
Die Neah-Bay-Frauen (Washington) trinken den Absud einer Pflanze
[...], um Empfängnis zu verhüten, aber die ganz jungen Frauen legen
Wert darauf, geschwängert zu werden, damit sie nicht gezwungen sind,
auf die staatliche Schule zu gehen. (34:277–278)
Kulturen und
Örtlichkeiten, in denen pflanzliche Verhütungsmittel benutzt wurden
|