Die Töchter der Großen Göttin

Kalender der Mane

 

 

 

1. Februar-Abend
Imbolg (keltisch)
Lichtmess-Fest

Für die RömerInnen war dies der Tag, an dem Juno Februata, die jungfräuliche Mutter des Mars gefeiert wurde. Er erinnert an die "Göttin", die vom "Fieber" (febris) der Liebe befallen wurde.

Bei den KeltInnen hieß der Tag Imbolg, das in dem alten, heiligen Kreis dem großen Lammas-Fest gegenüberstand.

An Lichtmess wurden und werden Orakel für die neu anbrechende Jahreszeit befragt, vor allem in Bezug auf das Wetter. Deshalb heißt es, dass die Tiere aus ihrem Winterschlaf kommen und hilfreiche Vorhersagen über das Ende des Winters leisteten.

In den USA heißt Lichtmess Groundhog Day, der "Tag des Murmeltiers".

Ein überlieferter Vers besagt, schönes und trockenes Wetter am Lichtmess-Tag bedeute, dass der Winter noch einmal zurückkehrt; regnet es aber an diesem Tag, dann ist der Winter endgültig vorbei.
In Nordamerika: "...wenn das Murmeltier seinen Schatten sehen kann..." - wenn also die Sonne scheint, dann dauert der Winter noch an.

Auch während der Christianisierung und bis heute blieb Lichtmess der weiblichen  Liebeskraft geweiht.

Was hat die patriarchale christliche Kirche daraus gemacht:

Weil dieser Termin vierzig Tage nach Weihnachten liegt, wurde Lichtmess für Juden und Christen zum Fest "der Reinigung Mariä". Denn nach den Vorstellungen dieser patriarchalen Religionen werden Frauen durch eine Geburt unrein.

Männer(!!) legten für die Unreinheit einen Zeitraum von vierzig Tagen nach der Geburt eines Sohnes und und von achtzig Tagen nach der Geburt einer Tochter fest, da Frauen als doppelt so unrein angesehen werden wie Männer (Levitikus 12, 2-5).

Dieser tolle christliche Männer-Gott hielt junge Mütter für unrein und gestattete keiner Frau, eine Kirche zu betreten, bevor nicht die vorgeschriebene Zeit nach ihrer Niederkunft vergangen war. Ihre rituelle Reinigung wurde als "Aussegnung" bezeichnet.

Die christlichen Autoritäten sagten von den Heiden, dass sie nach Rom gingen und "Kerzen verbrannten zur Ehre dieser Frau Februa". Dann gab Papst Sergius diesem Tag einen neuen Namen (Lichtmess), "um diesen törichten Brauch zu beenden und um ihn auf die Verehrung Gottes und unserer Lieben Frau zu richten ... so dass das Fest heute feierlich in der ganzen Christenheit begangen wird."

Brauchtum zu Lichtmess

   
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