Druiden
Kennst du aus Asterix? Fast...
"Die europäischen PristerInnen der Heiligen Eiche waren unter
vielen Namen bekannt.
Die griechische Mythologie bezeichnete die Dryaden als Eichennymphen. Jede von ihnen
war Orakelpriesterin, die einen eigenen Baum besaß, in dem ihre Seele lebte. Die
christlichen Kirchenmänner haben sich auch hier wieder ein Stückchen vom Kuchen
abgeschnitten und einverleibt: die biblische Debora, die unter einem Baum lebte, der ihren
Namen trug.
[Buch der Richter 4,5]
Die Druiden praktizierten in ihren Hainen, die über ganz Nordeuropa verstreut lagen,
Riten, ähnlich den "Orgien von Samothrake" [Wo?]
Dryaden und Druidentum waren zwei Phasen derselben Religion. Offensichtlich gab es ein
früheres, matriarchalisches Stadium, das nur Priesterinnen zuließ, und ein späteres, in
dem es auch Priester gab.
Gallische und keltische PriesterInnen der Eichenhaine bildeten die Gruppe der
Zauber-Barden. Diese bewahrten die heiligen Traditionen, indem sie mündliche
Überlieferungen auswendig lernten und weitergaben. Hier liegt die Quelle
mittelalterlicher Sagen, Epen und Balladen.
Die Christen griffen die Druiden nicht nur an, weil sie HeidInnen waren, sondern vor
allem, weil es auch heilige Frauen in höheren Rängen gab!
Die "Kollegien" der Druidinnen gingen fast unbemerkt in Nonnenköster über.
Es gab drei Gruppen:
eine nach außen hin abgeschlossene Schwesternschaft, die in
Konventen lebten und die heiligen Feuer hüteten, die niemals erlöschen durften. [christl.: das Ewige Licht auf dem Kirchen-Altar]
eine weniger abgeschirmte Gruppe setzte sich aus verheirateten
Frauen zusammen, die in der Nähe der Tempel wohnten und gelegentlich nach Hause gingen,
um ihre Ehemänner zu besuchen.
eine dritte Gruppe bestand aus Tempeldienerinnen, die bei ihren
Familien lebten.
Die christlichen Männer verwandelten nur die hohen heiligen Schwesternschaften in
Nonnenorden. Die Frauen aller anderen Gruppen galten fortan als Hexen.
Wenn das keine Logik ist!
Aber trotz blutiger Unterdrückung und Gewalt durch die Kirchenmänner, hielt sich die
druidische Religion in vielen Gebieten erstaunlich lange, so in Hessen oder im heutigen
Israel, in manchen Gegenden bis heute.
Indizien: Viele britische und amerikanische Städte besitzen eine altehrwürdige
"Gründungseiche". Und: Eicheln und Eichenblätter dienen immer noch zum Binden
von Kränzen von Herbstfeiern und als Schmuck im Jagdwesen.
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