Die Töchter der Großen Göttin

Kalender der Mane

Der Kalender
der Mane*

Übersicht

Ostern

1. Mai - Walpurgisnacht

21. Juni - 
Sommersonnenwende

31. Juli, Lammas

Nacht der Mutter

5./6. Jan. Koreion

1. Februar - Imbolg

*alte Bezeichnung für den Mond, als die grammatikalische Form noch weiblich war (Info)

 

Ostern

Dieses erotische Frühlingsfest wurde nach der Urahnin Astarte benannt, die in nordischen Ländern Eostre oder Ostara hieß. Ihr heiliger Monat war der Eastre-monath, der Mond der Eostre. (Vgl.engl. easter)

Es ist die Zeit, in der Rehe und wildlebende Kühe - Hirsche, Elche, Renntiere - ihre Jungen werfen. UND: jetzt werden die Kinder geboren, die bei den großartigen Ritualen der Mittsommernacht gezeugt wurden.

Die Abhängigkeit des Osterfestes vom alten Mondkalender belegt dessen vorchristliche Abstammung. Es fällt auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond, der der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche folgt. Einst hieß es, dass an diesem Punkt die "schwangere" Phase der Eostre in die Zeit der Reife überginge.

Die Symbolik

Durch eiszeitlichen Höhlenmalereien ist bekannt, dass Eier seit den Anfängen der Menschheit als Sinnbild für die Wiedergeburt galten.
Aus dem Ei entsteht neues Leben und seine Form wurde als Grab nachgebildet als Durchgang für die Wieder-Geburt.

Die 'Wiedergeburt des Jahres' wird angekündigt durch den Frühling, so wie die 'Wiedergeburt des Tages' mit der östlichen Morgenröte beginnt.

In Persien begann das neue Sonnenjahr mit der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche. Dort war es bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts Brauch, sich an diesem Festtag gefärbte Eier zu schenken.

Weil das Ei seit jeher Symbol der Wiedergeburt war, wurden Ostereier meistens rot gefärbt, besonders in Osteuropa, denn Rot galt als die Farbe des Lebens.

Gleichzeitig symbolisiert das Ei auch den Tod, der ja der Wiedergeburt voraus geht. Es wurden einige historische Grabmale und Gräber in Ei-Form gefunden; das eindrucksvollste ist sicher das Hypogäum von Hal Saflieni auf Malta. Dies ist ein riesiges unterirdisches Labyrinth mit einer Menge eiförmiger Räume in unterschiedlicher Größe. Die Decken und manche Wände sind durchgängig in Rot bemalt. Vasen und andere Gegenstände in den ovalen Grabkammern zeigen rote Eier, Lebens- und Energiesymbole.

osterei_ukrainisch
Ei im urkrainischen Stil mit Kreuz und zwei Tauben.

Bei den RussInnen gab es ein Auferstehungs-Ritual, das darin bestand, rote Ostereier auf Gräber zu legen.

Die römischen Priesterinnen feierten die "Hilarien" am 25. März: Den Tag des Lachens. Es war das Fest der Wiederauferstehung der Erde und in Böhmen opfern die Dorfmädchen an Ostern den "Herrn des Todes", wie es bei den antiken Priesterinnen üblich gewesen war. Sie werfen ihn ins Wasser und singen dabei: "Der Tod schwimmt im Wasser, der Frühling kommt, uns zu besuchen, mit Eiern, die sind rot. Wir haben den Tod aus dem Dorf getragen, wir tragen den Sommer hinein."

Wie Ostereier gemacht werden...

Schale von ca. 4300 v.u.Z.clear.gif (42 Byte)

Das Ei war auch oft Teil spiraliger Kompositionen, wie beispielsweise auf dieser stilvollen Schale, rechte Abb. original in rot und schwarz bemalt. (gefunden in Hotnica, Nord-Bulgarien, 4500 - 4300 v.u.Z., Durchmesser 63.6 cm) Die Spirale ist ebenfalls Symbol des Lebens und der kosmischen Zyklen.

  Wie noch heute das Osterfest von vielen, die in das Erwerbsleben eingezwängt sind, als die erste Begrüßung der neu erwachenden Natur auf dem "Osterspaziergang" erlebt wird, so begrüßte man ehemals das Fest der Morgenröte mit Tänzen, Aufzügen, dramatischen Spielen und Freudenfeuern; man stellte dabei bildlich den Abschied des nach vielen Kämpfen besiegten Winters durch den Kampf gegen eine Puppe dar, deren Ersäufung oder Verbrennung den Schlusseffekt des Festes bildete.

Die römischen Priesterinnen feierten die "Hilarien" am 25. März: Den Tag des Lachens. Es war das Fest der Wiederauferstehung der Erde und in Böhmen und vielen anderen Orten fertigten die Dorfmädchen an Ostern eine Strohpuppe, den "Herrn des Todes". Sie werfen ihn symbolisch ins Wasser und singen dabei: "Der Tod schwimmt im Wasser, der Frühling kommt, uns zu besuchen, mit Eiern, die sind rot. Wir haben den Tod aus dem Dorf getragen, wir tragen den Sommer hinein."

Was haben die christlich-patriarchalen Kirchenmänner daraus gemacht?

Ein Anklang an das alte Wiedergeburts-Fest war die Grablegung ihres Vater-Gottes, der anschließend aus dem Grab genommen wurde, damit danach seine Auferstehung verkündet werden konnte. Einen solchen Brauch konstruierten die Kirchenmänner im frühen Mittelalter, offensichtlich in der Hoffnung, ein wirkliches Wunder verkünden zu können.

Dabei wurde ein kleiner, grabähnlicher Bau errichtet, in den die geweihte Hostie gelegt wurde. Ein Priester bewachte "das Grab" von Karfreitag bis Ostersonntag. Dann wurde die Hostie herausgenommen, der Gemeinde gezeigt und die Auferstehung bekannt gegeben.

 

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Brauchtum zu Ostern

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